“…”Urban Gypsy”? Hinter diesem Albumtitel des “Shukar Collective” verbirgt sich tatsächlich ein spannendes Experiment. Es verbindet die traditionelle Musik rumänischer Roma und ihren fremdartigen Gesang mit elektronischen Soundspielereien, Breakbeats und Drums&Bass-Elementen…”
und im Eiskasten verschimmelt die Wuuuuaaaaaschd…
Wem ist es nocht nicht so ergangen:
Irgendwo (in Europa, Asien, Afrika, Indien) - zumindest dort, wo man die Sprache der Einwohner nicht versteht - sitzt man in einer Hafenkneipe, bei einem Konzert, in einer Spelunke… beim “Sundowner”, “Absacker” oder was auch immer, raucht und trinkt mit den Einheimischen und dann:
aus dem Radio / der Jukebox / von der Bühne erklingt ein Lied - genial !!!
Mit Händen und Füßen versucht man zu erklären - das Lied brauch ich, bitte kopieren (früher auf Kassette, jetz auf CD oder USB-Stick oder wtf), o.k. - es funktioniert…
Zuhause dann lernst Du den Text auswendig, denn Du denkst, das Lied handelt von unerfüllter Liebe, von der Sehnsucht nach… - jedenfalls geht es direkt ins Herz…
Und dann eines Tages bekommst Du Besuch, ein Arbeits - oder Studienkollege, ein(e) neue(r) Freund(in), ein(e) “Couch-Surfer(in)“, auf jeden Fall jemand, der den Text versteht - voller Stolz singst Du das Lied - deine Darbietung erzeugt ungläubiges Staunen, ein Grinsen… und dann die Ernüchterung:
nix wird gesungen von unerfüllter Sehnsucht, Liebe, Sternenglanz… - sondern “...Mein Zehennagel eitert und im Eiskasten verschimmelt die Wuuuuaaaaaschd…“
Ein Mail erreicht mich: “1. Ausfahrt der Osliper Partie am SA, 27.02., 13:00 Uhr…”
Na da bin ich doch glatt dabei. Laut Mail “50 km, Schnitt ca. 25 kmh”, also eine wirklich gemütliche Ausfahrt zum Tratschen, besprechen, was war im Winter, was ist geplant für die Saison…
Es finden sich 5 Leute ein, wir fahren die “kleine Koglrunde verkehrt“, tatsächlich: 55,65 km, Schnitt 24,90.
Zum Abschluß ein Umtrunk beim Mingler und - falls das Wetter paßt - gleich eine Verabredung für den nächsten Samstag…
Der Mondkalender sagt “Es ist günstig…” - also ans Werk:
Aussaaterde hervorgekramt, Samen, Kaffeebecher und Torfbecher aus dem Schupfen holen, Mini-Treibhäuser suchen…
Ich hab jetzt “Zimbabwe Bird”, “Indian Pc-1″, “Jalapeno Orange”, “Red Aji” und noch ein paar Sorten Chilis angesäät (jeweils ca. 3 Stück), die Mini-Treibhäuser in der Küche aufs Fensterbrett gestellt und jetzt heißt es: Warten + hoffen (das aus allen Samen was wird…)
Los gehts! - Schön langsam scheint es ja (endlich) Frühling zu werden, die Temperaturen werden höher, die Tage länger, also wird es Zeit:
Gartenbücher werden studiert, die Beete begutachtet - was, wo wann wird angebaut, ausgesäät, was ist noch zu tun…
Die Samen werden nach Aussaatzeitpunkt sortiert, bewährtes hervorgekramt, Neues gekauft, getauscht…
Jungpflanzen-Raritäten sind bei der Arche-Noah bestellt, das Werkzeug steht bereit…
Am 26. + 27. Februar sind (laut Mondkalender) die nächsten günstigen Tage für Fruchtpflanzen-Aussaat - also werden die Fensterbretter abgeräumt, die kleinen Zimmertreibhäuser herausgesucht und die 1. Partie Chilis wird ausgesäät…